Du hast einen herrlichen Fond gekocht – stundenlang köcheln lassen, fein abgeschmeckt, intensiv im Geschmack. Aber was jetzt? Wie bewahrst du ihn auf, damit er nicht verloren geht? Glas, Beutel oder doch Eiswürfelform? Die richtige Wahl kann dir viel Zeit und Aufwand in der Küche sparen.
Warum Fond überhaupt aufbewahren?
Ein guter Fond – sei es Gemüse-, Fleisch- oder Fischfond – braucht Zeit und hochwertige Zutaten. Daher wäre es schade, ihn nur einmal zu verwenden. Gut aufbewahrt, ist er die beste Basis für zukünftige Gerichte:
- Suppen und Eintöpfe schmecken damit tiefer und aromatischer
- Saucen bekommen durch ihn Struktur und Geschmack
- Risotto, Schmorbraten oder Bratensaucen starten oft mit einem kräftigen Fond
Variante 1: Fond im Glas aufbewahren
Ein altbewährter Klassiker ist das Einkochen in Gläsern. Diese Methode eignet sich besonders, wenn du große Mengen Fond hast und ihn ohne Gefrierfach lagern möchtest.
So funktioniert’s:
- Sterilisiere Einmachgläser (z. B. Twist-Off-Deckel) bei 100 °C im Ofen oder mit kochendem Wasser
- Den heißen Fond direkt in die heißen Gläser füllen
- Gläser sofort verschließen und kopfüber auskühlen lassen – so entsteht ein Vakuum
Haltbarkeit: Bis zu 6 Monate im kühlen, dunklen Vorratsschrank. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 3–4 Tagen verbrauchen.
Vorteile:
- Ohne Gefrierfach lagerbar
- Sofort einsatzbereit – kein Auftauen nötig
Nachteile:
- Längere Vorbereitung & hygienisches Arbeiten nötig
- Gläser brauchen Platz und sind zerbrechlich
Variante 2: Fond einfrieren im Beutel
Das Einfrieren im Gefrierbeutel ist besonders platzsparend und flexibel. Ideal, wenn du den Fond portionsweise verwenden willst.
So geht’s:
- Fond vollständig abkühlen lassen
- In Gefrierbeutel (z. B. 250 ml oder 500 ml) füllen – beim Zumachen Luft rausdrücken
- Flach liegend im Gefrierfach einfrieren
Haltbarkeit: Etwa 6 Monate im Gefrierschrank (bei -18 °C). Beschrifte unbedingt das Datum!
Vorteile:
- Platzsparend & stapelbar
- Flexible Portionsgröße
Nachteile:
- Auftauen dauert bei größeren Mengen
- Plastikverbrauch (außer du nutzt wiederverwendbare Beutel)
Variante 3: Fond einfrieren als Eiswürfel
Diese Methode ist ideal für die kleine Menge auf die Schnelle – zum Beispiel, um Risotto abzuschmecken oder Saucen zu verfeinern.
So funktioniert’s:
- Fond abkühlen lassen
- In saubere Eiswürfelformen füllen (Silikonformen funktionieren sehr gut)
- Nach dem Einfrieren die Würfel in einen großen Gefrierbeutel geben
Haltbarkeit: Bis zu 6 Monate. Wichtig: Die Würfel müssen gut verschlossen sein, damit kein Gefrierbrand entsteht.
Vorteile:
- Sehr einfache Portionierung
- Blitzschnell einsatzbereit – Würfel direkt in die Pfanne oder Topf geben
Nachteile:
- Nicht geeignet für große Mengen
- Eiswürfelformen belegen zunächst viel Platz
Welche Methode ist die beste?
Das kommt ganz auf deinen Kochstil an. Kochst du oft mit Fond und brauchst du ihn in größeren Mengen? Dann ist das Einwecken im Glas ideal. Möchtest du flexibel bleiben und ab und zu etwas Fond zum Kochen nutzen? Dann machen Beutel oder Eiswürfel mehr Sinn.
Unser Tipp:
Kombiniere doch einfach zwei Methoden! Große Portionen im Glas für Suppen oder Soßen – und ein paar Eiswürfel für den spontanen Kochmoment.
So erkennst du, ob der Fond noch gut ist
Auch bei optimaler Lagerung kann Fond irgendwann kippen. Achte auf folgende Warnzeichen:
- Trüber Bodensatz, der vorher nicht da war
- Fauliger oder saurer Geruch
- Schimmelbildung im Glas oder auf dem Fond
Im Zweifel gilt: Lieber weg damit!
Fazit: Fond gut aufbewahren spart Zeit und Geld
Ob im Glas, Beutel oder als Würfel – Fond richtig aufzubewahren macht dich in der Küche flexibler und sorgt für mehr Geschmack in deinen Gerichten. Die kleine Mühe im Voraus lohnt sich mit jedem herzhafte Löffel!




